Familienorganisationen: Nullrunde für Familien inakzeptabel

04.12.2013 |  Familienorganisationen kämpfen für die Wertanpassung der Familienleistungen mit gemeinsamem Antrag im heutigen Familienpolitischen Beirat
Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger

@ Faymann & Spindelegger: Nicht bei Familien sparen! Bild: BKA/HBF, Andy Wenzel

Bei der heutigen Sitzung des Familienpolitischen Beirates des BMWFJ werden die darin vertretenen Familienorganisationen - Österreichische Plattform für Alleinerziehende, Katholischer Familienverband Österreichs, Kinderfreunde Österreich, Österreichischer Familienbund, Freiheitlicher Familienverband und FamilieZukunftÖsterreich - gemeinsam einen Antrag auf Wertanpassung der Familienleistungen stellen. Im Antrag werden die sofortige und umgehende Wertanpassung sowie eine gesetzlich festgeschriebene Inflationsanpassung gefordert.

Wertsicherung der Familienbeihilfe

Familienleistungen sind die finanzielle Anerkennung der Familienarbeit und müssen dementsprechend der Inflation angepasst werden. "Wir nehmen es nicht mehr länger hin, dass die Pensionen oder die Mindestsicherungen, und neuerdings sogar die Parteienförderung regelmäßig an die Inflation angepasst werden, die Familienbeihilfe aber ausgeklammert bleibt", so die Familienorganisationen einstimmig. Der gemeinsame Antrag setzt ein Zeichen. Der Wertverlust der Familienbeihilfe seit der letzten Erhöhung im Jahr 2000 von mehr als 33% ist eine der massivsten Kürzungen bei den Familienleistungen.

Antrag im Familienpolitischen Beirat

Der Antrag wird im Familienpolitischen Beirat eingebracht, dem der Familienminister vorsitzt und in dem alle Sozialpartner vertreten sind und soll erreichen, dass die rund um die Regierungsverhandlungen herausgegebene Information, dass es nicht, wie geplant, zu einer Erhöhung der Familienbeihilfe kommt, zurückgenommen wird. Es dürfen nicht weiterhin den Familien Jahr für Jahr die Mittel schleichend gekürzt werden, da die Gebühren, Mieten, Preise steigen.

Forderungskatalog an die Regierungsverhandelnden

Bereits im November haben die Familienorganisationen öffentlich ihre Forderungen formuliert, die sie auch zu Beginn der Verhandlungen an die Regierungsverhandelnden übermittelten. Diese beinhalten neben einer Anhebung und Valorisierung der Familienleistungen auch den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, ein Bundesrahmengesetz für Kinderbetreuungseinrichtungen und eine Stärkung der Vertretung von Familien im politischen Prozess. Eine Nullrunde für Familien ist für die sechs Familienorganisationen inakzeptabel. Sollten die in diesem Antrag geforderten Punkte nicht erfüllt werden, werden weitere Aktionen gesetzt.




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