Was ein Land familienfreundlich macht

23.04.2013 |  Hochrangige Podiumsdiskussion am 15. April 2013: Was kennzeichnet eine nachhaltige, moderne und zukunftsorientierte Familienpolitik?
Dorothee Bär bei ihrem Eingangsstatement

Dorothee Bär bei ihrem Eingangsstatement

BGF Lugert in der Diskussion

BGF Lugert in der Diskussion

Das hochkarätig besetzte Podium

Das hochkarätig besetzte Podium

Abg. Wöginger erläutert seine Standpunkte

Abg. Wöginger erläutert seine Standpunkte

Rita Sommersguter-Zotti

Rita Sommersguter-Zotti

Dorothee Bär geht auf Fragen ein

Dorothee Bär geht auf Fragen ein

Das interessierte Auditorium

Das interessierte Auditorium

Die dreifache Mutter und Familiensprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundesgtag, Dorothee Bär, sowie der dreifache Familienvater und ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger diskutierten mit Wirtschaftsphilosophen Rahim Taghizadegan, Beraterin Rita Sommersguter-Zotti, Bürgermeister Michael Singraber aus der familienfreundlichen Region Triestingtal und Akademiedirektor Dietmar Halper die Leitlinien einer familienfreundlichen Politik für Österreich.

Mit ihrer unkonventionellen Familienpolitik verfolgt Dorothee Bär ehrgeizige Ziele. Sie räumte ein, dass es keinen politischen Masterplan für Familienfreundlichkeit geben könne, sondern dass zuerst die Gesellschaft den Wert von Kindern erkennen müsse. Aufgabe der Politik sei es dann, die besten Startmöglichkeiten für alle Familien nach deren individueller Lebensplanung zu schaffen. Dabei gelte die Prämisse, dass Kinder und ihre Bedürfnisse und Talente unterschiedlich sind. Ob sich jemand für außerhäusliche Betreuung entscheide oder lieber zuhause bei den Kindern bleibe, sei alleinige Entscheidung der Familien. Die Politik müsse aber die Rahmenbedingungen wie ganztägige Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen und solle sich bei ihrer Politik nicht von moralischen Dogmen und Werturteilen leiten lassen. Neben der weiteren Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung nannte Bär die Steigerung der Geburtenrate als ihr vorrangige politische Zielsetzung.



Wahlfreiheit höchstes Gut



August Wöginger stellte klar, dass für die Familienpartei ÖVP Kinder die Grundlage unserer Gesellschaft bilden. Er sieht seine Aufgabe darin, den Menschen mit familienfreundlicher Politik Mut zu mehr Kindern zu machen und er will Jungfamilien bestmöglich mit Geld- und Sachleistungen im Alltag unterstützen. Für Wöginger ist es Aufgabe der Politik, infrastrukturelle Rahmenbedingungen wie Frühkindbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Förderungsmaßnahmen zu schaffen, wenn der Bedarf vorhanden ist. Wöginger wies darauf hin, dass die Bedürfnisse bei der Kinderbetreung zwischen Landgemeinden und städtischen Ballungsräumen stark divergieren. Aktuell trete die ÖVP für einen Steuerfreibetrag von 7000 Euro pro Kind ein, um damit die Familien finanziell zu entlasten. Dadurch solle die derzeitige Schieflage zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien im Steuersystem abgemildert werden.



Familienfreundlichkeit ist ansteckend



Der Bürgermeister vom Kaumberg, Michael Singraber, hat 2007 mit der Erhebung des Ist-Zustandes und anschließenden Arbeitsgrupen begonnen, die konkreten Bedürfnisse von Jungfamilien zu erheben. Aufbauend darauf hat die Gemeinde gemeinsam mit den Familien und den ortsansässigen Vereinen begonnen, konkrete Maßnahmen zu erarbeiten. Mittlerweile haben auch die 12 Nachbargemeinden erfolgreich mit Familienförderung begonnen: das gesamte Triestingtal wurde als familienfreundliche Region zertifiziert und von BM Mitterlehner dafür auch ausgezeichnet.

 

Alle Bilder © Politische Akademie/Christian Müller. Weitere Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter www.flickr.com




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