Gesunde Kinder brauchen gesunde Orientierungshilfen

05.04.2012 |  Kommentar zum Weltgesundheitstag von Doris Schultes. – Kaum ein Elternteil, der nicht möchte, dass es seine Kinder einmal besser haben, gesünder sind oder bessere Chancen im Leben bekommen.
Doris Schultes

Doris Schultes

Aber was brauchen unsere Kinder um es einmal „besser” zu haben, und was brauchen sie um gesund aufzuwachsen?

 

Kinder lernen durch Vorbilder.

Die Anforderungen an unsere nachfolgenden Generationen steigen stetig, und wie es die Logotherapie so schön sagt, befinden wir uns gerade im Wandel vom Außenskelett zum Innenskelett. Das heißt, die Gesellschaft hat uns von außen Strukturen und Regeln vorgegeben, diese alten Werte wandeln sich und werden aufgebrochen. Deshalb sind wir gefordert, innere eigene, neuorientierte, eigenverantwortliche Strukturen zu entwickeln.

Gesunde Familien kennen den Wert der Familiengemeinschaft und leben täglich verbindende individuelle Rituale, die die Einzigartigkeit dieser kleinen Gemeinschaft ausmachen, wie gemeinsame Abendessen, ein Gutenachtkuss vor dem Schlafengehen, oder ein gemeinsamer Spaziergang am Wochenende. Diese Rituale verbinden, geben Sicherheit und stärken. Neben den Eltern wird durch die Einbindung von Großeltern und Verwandten eine bereichernde Vielfalt an Vorbildern und Verhaltensweisen geschaffen, die unseren Kindern ein großes Ressourcenpotential schenken.

Oft haben diese einfachen Begegnungen in der mediendominierten Welt keinen Platz mehr. Daher suchen sich Kinder häufig andere Vorbilder aus dem Fernsehen, Internet oder aus Computerspielen - denn eines ist gewiss, jedes Vakuum wird gefüllt.

Für die Gesundheit zukünftiger Generationen wird es ganz wichtig sein, die richtige Lebensbalance stabil halten zu können. Es wird wichtig sein, die eigenen Sinneswahrnehmungen wieder zu sensibilisieren. Wie auf einer Waage müssen sich positive und negative Einflüsse immer wieder selbst regulieren. Dazu gehören Faktoren wie Ernährung, Bewegung und eine positive innere mentale Haltung. Entscheidend ist auch hier die Vorbildwirkung. Wenn Eltern biologische, regionale, saisonale, ballaststoffreiche Kost, frisch zubereitet, ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker bevorzugen, werden das auch ihre Kinder tun. Bewegung, Bewegung, Bewegung in jeder Form, je spielerischer und selbstverständlicher, desto besser. Ein guter Tipp ist, die Familienbewegungsgewohnheiten mit einem Schrittzähler zu testen – 8.000 bis 10.000 Schritte pro Tag sollten es sein. Gesunde Selbstmotivation und Neugierde sind nötig um Herausforderungen anzunehmen. Ein ausgeprägtes Wertebewusstsein und Beziehungsfähigkeit helfen, Ressourcen aufzubauen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Sinnfindung und Ziele schaffen die Basis für die individuelle, richtige Lebensorientierung.




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