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Keine Garantien für Wahlfreiheit

15.12.2016 |  Schultaschenfreie Freizeit durch Ganztagsschule ist eine Farce

Sehr kritisch sieht Familienbundpräsident Vbgm. Mag. Bernhard Baier das gestern vom Nationalrat beschlossene Bildungsinvestitionsgesetz, das den Ausbau der Ganztagsschule bis 2025 vorsieht: „Es ist in erster Linie von der verschränkten Form von 8-16 Uhr, also fixen Unterrichtseinheiten am Nachmittag, die Rede. Dabei wird vorgegaukelt, dass ausgleichende Freizeitgestaltung, Mittagessen, Lernen und Hausübungen so untergebracht werden, dass die Schultasche in der Schule bleiben kann, weil die Kinder alles erledigt haben. Die Schule mit Nachmittagsbetreuung, die auch eine individuelle Freizeitgestaltung zulässt, gerät dabei völlig ins Hintertreffen“, bemängelt Baier, der darin sehr stark die Wahlfreiheit der Familien beeinträchtigt sieht.

„Das Gesetz sieht auch eine Betreuung der Kinder von 7-18 Uhr vor. Der Rahmen ist eine Unterstützung für die berufstätigen Eltern - sollte aber keineswegs ausgeschöpft werden, da die Kinder zuhause nur noch müde ins Bett fallen. Wir können doch nicht wollen, dass wesentliche Aufgaben des Elternhauses – soziales Lernen, aufs Leben vorbereiten, Erziehen und ins Leben begleiten – dann ebenfalls in die Schule verlagert werden?“, fragt sich der Familienbundpräsident, der dieser Entwicklung entschieden entgegen tritt.

„Kinder haben ein Recht auf Eltern, ein Elternhaus und liebevolle Zuwendung. Mit der verpflichtenden verschränkten Ganztagsschule nimmt man Familien dieses Recht. Natürlich ist es ein Gebot der Stunde Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Daher braucht es ein gutes ganztägig verfügbares Angebot – aber eines, das auch auf die immer flexibler werdende Arbeitswelt reagieren kann. Eltern arbeiten nicht immer von Montag bis Freitag. Viele Arbeitnehmende haben unter der Woche freie Tage oder Zeitausgleich. Dann müssen sie die Möglichkeit haben, mit ihren Kindern etwas zu unternehmen. Wir brauchen neue Lösungen, angepasst an die unterschiedlichen Lebensformen und Bedürfnisse der Familien und keine starren Vorgaben“, fordert Baier Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid auf, im Sinne der Familien zu agieren.




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