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Familienbund begrüßt "Runden Tisch" über sexuellen Missbrauch

13.05.2010 |  Der Österreichische Familienbund begrüßt den "runden Tisch" der Bundesregierung zum Thema "sexueller" Missbrauch, sagte heute die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Andrea Gottweis.

Für den Familienbund seien vor allem die Themen Prävention, Sensibilisierung und Fragen zur strafrechtlichen Verfolgung von großer Bedeutung.

Aufklärung wichtig

Als wichtigste Maßnahme zur Prävention sieht Gottweis eine gezielte Aufklärung an, die allerdings nicht Ängste und Misstrauen schüren darf. Die beste Vorbeugung sei allerdings, so ist Gottweis überzeugt, dass Kinder ein "gesundes" Selbstbewusstsein entwickeln und so weniger manipulierbar werden.

Sensibilisierung

Sexueller Missbrauch war lange ein Tabuthema, durch die schrecklichen Vorkommnisse hat bereits eine Sensibilisierung stattgefunden. Trotzdem sind nun viele Eltern verunsichert und besorgt. Es seien daher vertrauensbildende Maßnahmen notwendig, die auch von jenen Institutionen und Organisationen gesetzt werden müssen, wo Missbrauch passiert ist.

Strafrechtsrahmen ausschöpfen

Für die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes ist es sehr wichtig, dass sexueller Missbrauch nicht nur strafrechtlich verfolgt wird, sondern auch das Straf-Höchstmaß ausgeschöpft wird. Hohe Strafandrohungen haben sicherlich auch präventiven Charakter. Der Opferschutz habe hierbei höchste Priorität.

Schmerzensgeld für Opfer

Der Familienbund spricht sich auch dafür aus, dass sexueller Missbrauch nicht verjähren kann. Missbrauchte Menschen leiden ein Leben lang darunter. Es sei daher unerträglich, dass die Täter durch eine Verjährungsfrist nicht mehr belangt werden können. Eine grundlegende Psychotherapie, sowie eine lebensbegleitende Beobachtung des Täters seien unerlässlich, um Wiederholungstaten zu verhindern. Weiteres meinte Gottweis abschließend, sei noch eine Schmerzensgeldregelung zu diskutieren, die dem Opfer wirklich hilft und den Täter finanziell erheblich fordert.




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