Interessen der Familien werden nicht ernst genommen >
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Familienbund enttäuscht von Kürzung der Familienbeihilfe

25.10.2010 |  Der Österreichische Familienbund setzte sich vor den Budgetverhandlungen vehement dafür ein, dass die 13. Familienbeihilfe nicht gestrichen wird.

Die Tatsache, dass die 13. Familienbeihilfe nicht ersatzlos gestrichen wird ist ein schwacher Trost. Damit wird eine Maßnahme, die 2008 eingeführt wurde und ein wenig davon wettgemacht hatte, dass die Transferleistungen für Kinder und Familien nicht valorisiert werden, wieder groß teils zurückgenommen, sagte die Präsidentin LAbg. Andrea Gottweis in einer ersten Reaktion.

Diese Einschränkung, die maximale Bezugsdauer der Familienbeihilfe nur noch bis zum 24. Lebensjahr, sowie der Wegfall des Mehrkindzuschlags ab dem dritten Kind träfen mit den Familien eine Gruppe, die wesentliche Leistungen für unsere Gesellschaft erbringen. Der Familienlastenausgleich war 1955 eingeführt worden, um eine Ausgleich für diejenigen zu schaffen, die Kinder haben und diese großziehen.
"Der Österreichische Familienbund wird sich daher weiter dafür einsetzen, dass die Familien keine Kürzungen erfahren", gibt sich Präsidentin LAbg. Andrea GOTTWEIS kämpferisch. Die Einschränkung der 13. Familienbeihilfe auf lediglich schulpflichtige Kinder geht zu weit. Selbst wenn man die 13. Familienbeihilfe nur als Schulstarthilfe sehen will, sei das zu kurz gegriffen - dann müsste sie zumindest bis zum Ende des Schulbesuchs gezahlt werden.

Bei diesen Familientransferleistungen dürfe man neben der Armutsbekämpfung, die diese auch darstellen - gäbe es sie nämlich nicht, wäre die Anzahl der Familien, die unter die Armutsgrenze fallen würden, doppelt so hoch - die Umwegrentabilität nicht übersehen. Familien seien nachgewiesen diejenigen, die das Geld, das ihnen zur Verfügung steht, auch ausgeben, und das großteils in heimischen Unternehmen. Eine Schwächung der Familien bringe daher nur sehr kurzzeitig Vorteile für das Budget.
"Es ist hoch an der Zeit, lange von uns geforderte Maßnahmen baldigst umzusetzen."

Neben der Valorisierung von Familientransferleistungen, die wie bei den Pensionen zur Selbstverständlichkeit werden muss, arbeiten wir für eine familiengerechte Steuerreform. Ein steuerfreies Existenzminimum für jedes zu versorgende Familienmitglied könnte dafür sorgen, dass Familien erst gar nicht zu viel weggenommen würde", erläutert GOTTWEIS abschließend.




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