Familienbund begrüßt Initiative von BM Bandion-Ortner >
< Interessen der Familien werden nicht ernst genommen

Wahlfreiheit muss oberstes Prinzip in der Familienpolitik bleiben

08.11.2010 |  "Kehrtwende" von Geld- zu Sachleistungen bedeutet Einmischung ins Familienleben

Scharf kritisierte heute die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes LAbg. Andrea Gottweis die Aussagen von Seniorenbund-Obmann Andreas Khol, der eine Kehrtwende in der Familienpolitik von direkten Geldleistungen zu Sachleistungen gefordert hat.

Aus Eigeninteressen als Seniorenvertreter ist Khol offensichtlich linkem Propaganda aufgesessen und vergisst auf das Grundprinzip in der Familienpolitik: Die Wahlfreiheit. Es muss Eltern überlassen werden, wann, wo und wie sie die Kindererziehung- und -betreuung gestalten. Eine Abkehr von finanziellen Leistungen bedeute das Ende der Entscheidungsfreiheit der Eltern und den totalen Zugriff des Staates auf unsere Familien. Eine Umstellung auf Sachleistungen bedeute aber auch, dass der Staat bestimmt, dass Kinder möglichst früh aus der häuslichen Betreuung in die "institutionelle" Betreuung kommen. Der Staat darf und kann nicht vorschreiben, dass Kinder öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen besuchen müssen, damit beide Elternteile möglichst schnell wieder der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Es ist erschütternd, dass Vertreter der ÖVP nur mehr Gewinnmaximierung im Auge haben und nicht mehr das Wohl der Kinder und der Familien.

Kinderbetreuungsscheck

Familien haben ein Recht auf die Familienbeihilfe, die sie sich in den meisten Fällen ohnehin selbst bezahlen. Denkbar wäre zusätzlich ein Kinderbetreuungsscheck, den Eltern bei Kinderbetreuungsmöglichkeiten- das gilt selbstverständlich auch für Tagesmütter und qualifizierte Betreuerinnen, die zu Hause tätig sind, eingelöst werden kann. Die Forderung nach einer Umstellung auf Sachleistungen soll offensichtlich auch verschleiern, dass die Familienbeihilfe schon jahrelang nicht valorisiert wurde.

Es ist ein familienpolitisches Armutszeugnis, dass Sachleistungen für die Unterbringung in Kinderbetreuungseinrichtungen gefordert werden, anstatt Familien endlich steuerlich gerecht zu behandeln und ein steuerliches Existenzminimum für jedes Familienmitglied einzuführen.




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