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Für eine rasche Regelung der gemeinsamen Obsorge

15.04.2011 |  Geschlechterkampf raus aus der Obsorgedebatte

Das Thema "gemeinsame Obsorge" nach Trennung oder Scheidung von Eltern ist ein heißes Thema, das immer in Frage gestellt wird. Bei der Podiumsdiskussion des Österreichischen Familienbundes in WKO Sky Lounge "Was bringt die gemeinsame Obsorge?" mit Justizministerin Mag. Claudia Bandion-Ortner, Univ. Doz. Dr. Helmuth Figdor, Familienbundpräsidentin LAbg. Andrea Gottweis, Christine Laimer, DSA und Familienrichterin Mag. Doris Täubel-Weinreich wurden sowohl die gesetzlichen Hintergründe, die psychologischen Aspekte sowie empirische Erhebungen zum Thema "gemeinsame Obsorge" beleuchtet.

Mit dem Begriff Obsorge sind die elterlichen Rechte und Pflichten gegenüber dem minderjährigen Kind gemeint. Diese bestehen aus der Pflege und Erziehung, der Vermögensverwaltung und der gesetzlichen Vertretung des Kindes. Bei Erfüllung dieser Pflichten und Ausübung dieser Rechte sollen die Eltern einvernehmlich vorgehen. (§144 ABGB)

Familienbundpräsidentin LAbg. Andrea Gottweis resümiert: "Es muss zu einer raschen Regelung für eine gemeinsame Obsorge und zu einer Beschleunigung der Verfahren im Konfliktfall kommen:

  • Weil wir eine Verantwortung für unsere Kinder haben.
  • Weil das Kindeswohl immer als Maßstab dienen muss.
  • Weil Kinder Väter und Mütter brauchen.
  • Weil die Konflikte der Partner nicht auf die Elternrolle übertragen werden sollen.
  • Weil die Zufriedenheit mit der Aufgabenverteilung und gegenseitigen Unterstützung steigt.
  • Weil der regelmäßige Kontakt zum nicht beim Kind lebenden Elternteil aufrecht erhalten werden muss.


Abschließend deponierte Gottweis nochmals die Bitte: Der Geschlechterkampf muss endlich raus aus der Obsorgedebatte. Das Kindeswohl liegt uns allen am Herzen unbesehen unserer persönlichen Befindlichkeiten.

Die komplette Presseunterlage zur Podiumsdiskussion mit den Statements der einzelnen Diskutanten ist auf www.familienbund.at nachzulesen. Fotos: Österreichischer Familienbund, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei.




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