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"Sitzenbleiben" oder nicht "Sitzenbleiben" ist nicht die Frage

22.06.2011 |  Den Problemen auf den Grund gehen. Familienbund fordert Krisenkarenz

"Bereits in unserem Bildungsprogramm verweisen wir darauf: Wenn Kinder nicht fähig sind zu Lernen und Leistung zu erbringen braucht es ein Maßnahmenbündel", erklärt die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Andrea Gottweis, anlässlich der Diskussion um die Aufstiegsmöglichkeit in der Oberstufe und Berufsbildenden höheren Schulen mit drei "Nicht genügend".

"Gerade Leistungsabfall in der Schule ist ein Indiz für ein "Es geht mir nicht gut". Und da muss angesetzt werden. Es kann am ädagogischen Ansatz der Lehrperson liegen, an persönlichen Disputen, Problemen zuhause - was auch immer. Die von uns vorgeschlagene Krisenkarenz wäre zum Beispiel eine Möglichkeit der gesamten Familien eines solchen Jugendlichen nachhaltig zu helfen. Mit der "Krisenkarenz" - angelehnt an das Modell der Bildungskarenz - wäre eine Möglichkeit für Väter oder Mütter geschaffen, eine bestimmte Zeit in Karenz zu gehen. Diese "Krisenkarenz" wird dann tragend, wenn sich z.B. das Kind in einer schwierigen Situation befindet, nicht mehr zurechtkommt und besondere Zuwendung und Hilfe braucht. Durch so eine Maßnahme verbunden mit verpflichtenden familienunterstützenden Angeboten (Familienberatung, Krisenintervention, Elternbildung, etc.) können die hohen Folgekosten für das System gesenkt werden, die durch spätere Interventionen bei Verhaltenskrisen von Jugendlichen entstehen. Prävention erspart den Heranwachsenden und den Familien viel Kummer und der Gesellschaft teure Reparaturen.

"Abgesehen davon muss die schulpartnerschaftliche Arbeit von Eltern und Pädagogen intensiviert werden und Eltern vermehrt in ihrer Pflicht als Begleitung und Unterstützung ihres Nachwuchses gestärkt werden. Es ist nicht Aufgabe der Eltern den Unterrichtsstoff ihren Kindern zu vermitteln. Kompetentes und kommunikatives Auftreten für das Kindeswohl in Zusammenarbeit mit der ausgewählten Schule fällt jedoch sehr wohl in die "to-do-Liste" der Erziehungsberechtigten. Hier liegt leider nach wie vor vieles im Argen", bringt es Gottweis auf den Punkt.

Mit dem Modulsystem selbst kann sich der Österreichische Familienbund anfreunden. "Dieses macht aber auch nur dann Sinn, wenn der Lehrstoff entsprechend modernisiert wird und auch das Lehrpersonal ebenso geschult wird. Eine Aufwertung des Pädagogenberufes ist dringend notwendig, ebenso wie die Erhöhung des Einstiegsgehalts mit einer Abflachung der Einkommenskurve. Ebenso ist dabei darauf zu achten, dass die Umsetzung dieses Modulssystems nur mit entsprechenden baulichen Maßnahmen möglich ist. Viele Schulgebäude platzen jetzt bereits aus allen Nähten. Und auch hier muss noch nachgedacht werden, wie es zu einer umsetzbaren Lösung für alle Beteiligten: Schüler, Eltern, Lehrpersonal kommt", schließt die Familienbund-Präsidentin.

Das komplette Bildungsprogramm des Österreichischen Familienbundes steht auf www.familienbund.at zum Download bereit.




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