Österreichischer Familienbund

Spiele für Unterwegs

Man kennt das: Im Urlaub regnet es, man steht im Stau der Zug hat Verspätung. Und natürlich hat man kein Spiel für die Kinder dabei, oder diese langweilen sich weil sie die vorhandenen Spiele schon so oft gespielt haben. Doch es gibt eine Reihe von Spielen bei denen man kein Spielbrett oder sonstige Utensilien benötigt. Zur Erinnerung sind hier einige aufgelistet.

 

Alphabetskette

(Für 2 oder mehr Personen) Einer von euch sucht sich einen Bereich aus, aus dem die Wörter stammen müssen, zum Beispiel Sportarten, Gebirge, Essen, Tiere… Er oder sie nennt nun ein Wort zB Elefant. Der nächste im Uhrzeigersinn muss nun ein Wort suchen, dass mit dem letzten Buchstaben des vorherigen Wortes beginnt – hier zB: Tiger. Dann kommt der Nächste an die Reihe usw. Dabei darf aber kein Begriff zweimal vorkommen. Immer wenn einem Spieler kein Begriff mehr einfällt scheidet er für diese Runde aus. Der, der als Letzter übrigbleibt, darf nun das Wortfeld für die nächste Runde bestimmen.

Dieses Spiel eignet sich hervorragend für langwierige Auto- oder Zugfahrten und mit jedem Mal spielen, vergrößert sich erfahrungsgemäß auch der Umfang der verwendeten Wörter.

Wörter fühlen

(Für 2 Personen) Denke dir ein Wort mit sechst bis zehn Buchstaben aus. Deine MitspielerIn soll dieses nun „erfühlen“. Du schreibst das Wort in die Innenfläche einer Hand deines/er MitspielerIn. Vereinbart vorher ob ihr nur Großbuchstaben verwendet oder wie ihr das Wort zu schreiben habt. Bei kleineren Kindern kann man auch ein Symbol wie Stern oder Kreis zeichnen. Wird das Wort, das Symbol erraten, bekommt derjenige/diejenige einen Punkt.

Die magische Münze

(Für 2 oder mehr Personen) Stell’ dir vor, du hast eine „magische Münze“ gefunden und bist unendlich reich. Du wirst gefragt, was du dir mit deinem unermesslichen Reichtum nun alles kaufst. Und du musst antworten. Du darfst jedoch weder mit „Ja“ oder „Nein“ noch mit „schwarz“ oder „weiß“ antworten. Sobald du dich versprichst, ist der nächste/die nächste dran. Und dann darfst du zu Fehlern verführen!

Verrückte Urlaubspläne

Denke dir was aus, das ihr im Urlaub machen könnt. Aber aufgepasst: Die Urlaubspläne müssen sich streng ans Alphabet halten! Als zum Beispiel: „Im Urlaub werden wir Ananas angeln“. Der nächst geht mit „Bären baden“. Und wiederum die nächsten möchte mit „Chinesen campen!“. Es müssen immer alle vorhergenannten Aktivitäten wieder aufgezählt werden. Wer etwas vergisst oder die Reihenfolge durcheinander bringt oder nichts einfällt, scheidet aus.

Der Meckerfritze

Wenn das Essen so gar nicht klappen will und sich eine leicht gereizte Stimmung breitmacht, kann manchmal ein Spiel helfen, die Atmosphäre ein bisschen zu entspannen.

Die Spielanleitung: Die Hände unter den Tisch halten. Mit dem ersten Vers den Daumen auf die Tischkante legen, mit dem zweiten Vers den Zeigefinger usw. Der Reim für den Daumen bis Ringfinger:

Der stochert in seinem Brei, 
löffelt lustlos und kleckert.
 Wird ganz wütend und meckert:
 'Immer das gleiche Einerlei!'

Wenn der kleine Finger an der Reihe ist, den Text abändern und sagen:
Der regt sich nicht weiter auf,
 der nimmt den Brei gern in Kauf.

Himpelchen und Pimpelchen

Bei den zur Faust geballten Händen zeigen die angelegten Daumen nach oben.

Himpelchen und Pimpelchen
 (Die Daumen richten sich auf.)
steigen auf einen Berg.
 (Die Fäuste klettern hoch in die Luft.)

Himpelchen war ein Wichtelmann,
 (Ein Daumen wackelt.)
Pimpelchen ein Zwerg.
 (Der andere Daumen wackelt.)

Sie blieben lang dort oben sitzen und wackelten mit den Zipfelmützen.
 (Beide Daumen wackeln.)

Doch nach fünfundsiebzig Wochen, sind sie in den Berg gekrochen.
 (Beide Daumen verschwinden in der Faust.)

Dort schlafen sie in großer Ruh. Seid mal still und hört gut zu: chrr, chrr, chrr.
 (Wenn das Kind an den Fäusten lauscht, hört es leise Schnarchgeräusche.)

Fünf Männlein

Für 5 Finger
Fünf Männlein sind in den Wald gegangen,
sie wollten den Osterhasen fangen.
 (alle 5 Finger gestreckt)

Der Erste, der war so dick wie ein Fass,
der brummt immer: 'Wo ist denn der Has?' 
(Daumen)

Der Zweite rief: 'Sieh da, sieh da!
Da ist er ja, da ist er ja!' 
(Zeigefinger)

Der Dritte war der allerlängste,
doch leider auch der allerbängste,
der fing gleich an zu weinen:
 'Ich sehe keinen, ich sehe keinen.' 
(Mittelfinger)

Der Vierte sagte: 'Das ist mir zu dumm,
ich mach nicht mehr mit, ich kehre um!'
 (Ringfinger)
Der Kleinste aber, der hat´s gemacht,
der hat den Hasen nach Hause gebracht.
 (kleiner Finger)

Da haben alle Leute gelacht.
Ha, ha, ha, ha, ha!
 (alle Finger wackeln)

Sätze aus Autokennzeichen

Dieses Spiel klappt nur, wenn alle Kinder und Mitspielende gleich gut auf die Straße schauen können, sonst wäre das nicht fair. Aufgabe ist, aus den Buchstaben eines Kennzeichens ein Wort, einen Namen oder einen ganzen Satz zu bilden.

Beispielsweise wird aus dem Kennzeichen M (für München) BS: Mein Bruder spinnt. Oder: A-HU 333 = Anna hat Urlaub oder Anton hasst Uta.

Kennzeichen-Bingo

Jeder Spieler schreibt 20 unterschiedliche Kfz-Kennzeichen auf. Der Spielleiter nennt die Kennzeichen der vorüberfahrenden Fahrzeuge. Stimmt ein Kennzeichen mit einem der aufgeschriebenen überein, darf der Spieler dieses durchstreichen. Wer zuerst alle Kenzeichen abgestrichen hat, hat gewonnen. Wenn du alleine spielst, kannst du dir vielleicht eine Zeitgrenze setzen und mit dir selbst wetten, wie schnell du wohl fertig sein wirst.

Wer findet es zuerst?

(Ab Kindergartenalter) Nicht immer befindet man sich auf der eintönigen Autobahn, sondern oftmals durchquert man kleine Ortschaften und Städte. Hier kann ein Spiel gespielt werden, wo man auch mal aus dem Fenster schauen muss und die kleinen Geschwister teilhaben können.

Jedes Kind (oder auch die Erwachsenen) überlegen sich vorab zehn Dinge, die ihnen in den kommenden Minuten eventuell begegnen könnten, wie zum Beispiel eine Kuh oder eine Bushaltestelle. Nun müssen die Kinder eifrig ihre Liste abarbeiten und Ausschau nach ihren notierten Dingen halten. Wer zuerst alle Dinge gesichtet hat, gewinnt das Spiel. Damit es nicht zu chaotisch wird, kann man auch erst eine Liste abarbeiten und schauen, wie lange der Spieler dafür gebraucht hat. Dann ist der nächste an der Reihe. Wer die wenigste Zeit benötigt, gewinnt das Spiel. Selbst das Kleinkind kann hier gut mitspielen. Zwar kann es keine Dinge notieren, aber dafür welche entdecken.